Montag, 4. Januar 2016

Endlich Winter (mit Wallpaper zum Download)

Ich mag den Sommer – wirklich. Für mich kann es nie heiß genug sein. Trotzdem freue ich mich spätestens ab Oktober auf klare und eiskalte Luft, gestrickte Mützen und dicke Schals, selbstgekochten Glühwein mit Lebkuchen und grauen Matscheschnee und Autofensterkratzen. Mit der Tatsache, dass Schneemännerbauen und Eisblumen auf Fensterscheiben hier eher nicht zum winterlichen Alltag gehörten, habe ich mich schon länger abgefunden. Aber ehm... Glühwein schmeckt bei 18°C nicht. Wirklich nicht. Schon mal probiert?


Desto erfreulicher ist es für mich, dass grade die Temperaturen dabei sind sich ihrem winterlichen Schicksal zu ergeben und dem Januar alle Ehre zu machen. Heute morgen schwebten sogar schon ein paar ganz zarte Schneeflöckchen vom Himmel, nur damit sie, am Boden angekommen, direkt wieder vergehen. Hach, schön – dieser Kreislauf.



Zwischen den Feiertagen habe ich mir aus Mangel an Winter jedoch schon ein schlichtes, kühles Wallpaper für meinen Laptop gebastelt, welches du dir gerne hier herunterladen kannst.


Ich werde heute Abend erstmal meinen neuen Bio-Ethanol-Kamin anschmeißen und mich mit einem Glühwein und meinen Stricksachen davor kuscheln, jawohl. Lebkuchen habe ich leider keine mehr im Haus, aber es wird auch ohne gehen.

Kamin: Ruby Fires via Westwing
Felldecke: Ikea
Rautendecke: H&M Home
Hirschkopf: Nanu Nana
Kerzenständer: Bloomingville via Westwingnow

Montag, 6. Juli 2015

[Miezen-Interior #1] Heimliche Geschäfte

Als vor einigen Monaten fest stand, dass Mann und ich unser Heim mit zwei Katzen teilen werden, war mein erster Gedanke "yaaaaaaaaaaaaaay!". Der zweite bis fünfte war derselbe. Und danach kam dann langsam ein "Aaaahhh wohin mit dem Katzenklo??? Unser Bad ist viel zu klein dafür... Und schön sind die auch nicht... Und braucht man wirklich so einen Plüschbaum??? Das muss es doch auch ohne Plüsch geben, und ohne Pfötchen drauf...". Also bemühte ich meine grauen Zellen und das Internet um nach notwendigen Katzenhaltergadgets zu suchen, die sich mit meinem Geschmack vereinbaren lassen. Irgendwie weigerte ich mich zu glauben, dass alle Katzenbesitzer Deutschlands auf mit Sisal umwickelte Pappstämme mit bunten Plüschetagen, Futternapfplatzdeckchen mit Leoprint und mit floralen Ornamenten übersähte Plastikwannen stehen. Die Katze findet ihr Klo doch auch ohne den Pfötchensticker vorne drauf. Und die Farbe des Kratzbaumes ist ihr mit Sicherheit egal. Mir aber nicht.

Heimliche Geschäfte

Also fangen wir mal mit dem Wichtigsten an, dem Klo. Während meiner Suche stieß ich auf durchaus dezente Exemplare, aber optisch blieb es einfach ein Klo. Und es wird irgendwo stehen müssen. Eines Morgens saß ich dann Kaffeetrinkend in unserer Küche und ließ meinen Blick schweifen, als mir die Lücke zwischen Küchenzeile und Wand wieder auffiel, die Ursprünglich für einen Tritthocker gedacht war. Passt da nicht prima ein Katzenklo rein? Schnell in der Abstellkammer eine Plastikkiste aus dem Baumarkt gefunden, in die Lücke geschoben, passt. Der Mann hat noch aus einer ungenutzten Küchenfronttür, zwei Scharnieren und einer Magnetschließe eine passende Tür gebastelt, in das er einen Eingang für die Miezen gesägt hat. Schlicht, rund, ohne Pfötchen- oder Katzenkopfsilhouette. Yay.
Die Küchenmaschine, welche früher über dem zukünftigen Klo unserer neuen Mitbewohner stand, habe ich übrigens gegen die Kaffeepadmaschine ausgetauscht. Nicht dass die Miezen beim Verrichten ihres Geschäftes denken, bei dem Gerappel würde ihnen die Decke auf den Kopf fallen.






Wer nicht Zufällig so eine praktische Küchenzeilenlücke sein Eigen nennen kann, dem möchte ich ans Herz legen, über die Räumung eines Küchenschrankes nachzudenken. Andernfalls habe ich auch schon von kreativen Katzenbesitzern gehört, die das Klo in einem Bestaregal von Ikea auf ähnliche Weise versteckten. Manchmal muss man eben um die Ecke denken, denn den Miezen ist es wurscht, ob sie in ein als "Katzenklo" deklariertes Schüsselchen ihr Geschäft verrichten oder heimlich im Küchenschrank.

Apropos Küchenschrank. Ja, ich hatte zuerst Bedenken bezüglich der Geruchsbelästigung, grade beim Essen (unser Esstisch steht quasi direkt daneben). Allerdings riecht man nichts. Gar nichts. Das mag am Streu liegen oder am Futter, jedenfalls bin ich sehr glücklich mit dieser Lösung. Die beiden Pupsbacken teilen sich übrigens ein Klo und haben damit keinerlei Probleme.
Ach, und bitte die Arbeitsplatte ignorieren. Die wird noch passend zur Abschlussleiste in Eiche eingebaut. Kommt Zeit, kommt Tat, oder so ähnlich.


Katzenstreu 

Wen jetzt noch interssiert welches Streu wir verwenden, dem sei gesagt, dass es sich um das Ökostreu vom dm handelt. Es ist gut zu beziehen, ein Sack hält gut einen Monat bei uns, es ist günstig (um die 5 Euro), es stinkt nicht und meinen Katzen ist die Art des Streus eh egal. Ich weiß, da gibts Spezialisten, meine sind aber wirklich unkompliziert ( <3 <3 <3 ). Wir haben auch mal Silikatstreu getestet, das hat aber nicht so lang gehalten und das Geknirsche unter dem Pantoffel ging mir auf den Keks. Zudem war es viel teurer. Maisstreu stank zur Hölle und war ebenfalls teurer. Also, Ökostreu for the win!

Montag, 22. Juni 2015

Himbeer-Scones mit Früchtetee-Zuckerguss

Am Samstag habe ich meinen Geburtstag nachgefeiert, mit Kaffee & Kuchen im Garten und einer Grillsession im Anschluss. Gemäß der Tradition war es verdammt kalt und ab und an gabs ein paar Tröpfchen Erfrischung von oben. Eines sag ich dir, nichts geht über einen Heizstrahler!
Für das leibliche Wohl hat jeder etwas mitgebracht und ich habe, von Løv Organic* und Jeanny inspiriert, Himbeer-Buttermilch-Scones (ok, bei meiner Version handelt es sich eher um Himbeer-Buttermilch-Fladen) gebacken. Richtig lecker!


Himbeer-Scones mit Früchtetee-Zuckerguss

Das Rezept zu den Scones gibt es wie gesagt bei Jeanny. Ich habe es lediglich etwas abgewandelt, da ich nicht so für Kristallzucker bin (der in aromatisierter Buttermilch leider enthalten ist) und ich hinterher nicht aussehen wollte wie ein Streuselkuchen. Schau unbedingt mal bei Jeanny vorbei, sie kreiert traumhafte Rezepte, von denen ich schon richtig viel nachgebacken habe. Außerdem kann ich ihre Rezeptbücher wärmstens empfehlen.

Du brauchst für 16 Scones 

650g Dinkelmehl (vorerst)
200g Rohrohrzucker (oder Süßungsmittel nach Wahl)
2 TL Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
180g sehr kalte Butter in Flöckchen
120ml Buttermilch
4 mittelgroße Eier (ich habe 5 kleine genommen)
eine Hand voll Himbeeren
16 Himbeeren zum Verzieren

Und für den Früchtetee-Zuckerguss 

2 Beutel Früchtetee nach Wahl (ich habe Hibiskustee genommen)
einen Schluck Rum (oder selbstgemachten Pflaumenlikör)
Rohrohr-Puderzucker (kann man notfalls im Mixer auch selbst herstellen)

Den Ofen auf 200C° vorheizen und zwei Lagen Backpapier bereit halten.
Zuerst vermengst du Mehl, Zucker, Backpulver und Salz miteinander in der Rührschüssel. Im Mixer verquirlst du Buttermilch, Eier und eine Hand voll Himbeeren. Wenn du keinen Mixer hast, tut es auch ein Pürierstab.
Anschließend gibst du die kalten Butterflöckchen in die Rührschüssel zu der Mehlmischung und verknetest alles rasch mit den Fingern. Hier ist es wichtig, dass die Butter nicht zu warm wird. Danach gibst du die Himbeer-Buttermilch-Ei-Masse dazu und verknetest alles zu einem glatten Teig. Er wird ziemlich klebrig sein, notfalls noch etwas Mehl dazu geben.
Den Teig teilst du dann in zwei Teile, der eine kommt in den Kühlschrank und der andere Teil wird zu einem ca. 2 cm hohen Kreis geformt. Diesen Kreis achtelst du dann (wie eine Pizza) und die Achtel kommen dann auf das Backblech. In die Mitte drückst du nun jeweils eine Himbeere.
Die Scones kommen nun für ca. 25 Minuten in den Ofen, bis sie leicht gebräunt sind.
Mit der zweiten Hälfte verfährst du dann genauso.
In der Zwischenzeit kannst du die beiden Teebeutel in einer Tasse mit 100 ml kochendem Wasser aufgießen und 15 Minuten ziehen lassen.
Für den Guss gibst du 3 EL von dem Tee und einen TL Rum oder Likör in eine kleine Schüssel. Dazu gibst du soviel Puderzucker, bis die Konsistenz cremig ist. Nun kannst du entweder die kompletten Scones damit bepinseln, oder ein hübsches Mamormuster darüber träufeln. Nicht vergessen vorher schon einen Scone zu probieren, aber nicht die Zunge verbrennen.

Guten Hunger!


* Noch bis zum 30. Juni kannst du mit dem Hashtag #LOVORGANICFRUITS bei dem Gewinnspiel von Løv Organic mitmachen. Mehr Infos dazu gibt es hier.